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Neuland-ParkDer GartenMit dem Neuland-Park besitzt Leverkusen eine zeitgenössische Anlage, die nach langer Zeit die Innenstadt wieder mit dem Flusspanorama des Rheins verbindet. Im Spannungsfeld der Kulisse des benachbarten Bayer-Werks auf südlicher Seite und einer auf nördlicher Seite fast ländlich erscheinenden Flusslandschaft gestaltet der Park auf dem Gelände der Landesgartenschau 2005 heute ein weiteres grünes Refugium der Stadt.
Das Projekt des Essener Landschaftsarchitekten Rüdiger Brosk und des Büros Agirbas & Wienstroer aus Neuss zeigt die Künstlichkeit der Parklandschaft an streng architektonischen Elementen - und stellt sie dem klassischen Rheinpark mit großzügigen Wiesenflächen gegenüber. Dabei steht die Parkarchitektur in deutlichem Kontrast zur renaturierten Bachlandschaft der Dhünn, einem kleinen Fluss, der im Zuge der Landesgartenschau aus seinem Betonbett geholt wurde.
Leverkusen stellte sich mit der Parkgestaltung einer besonderen Herausforderung:
Mit dem preisgekrönten Ergebnis ist es der Stadt nicht nur gelungen, die Altlast in eine blühende Landschaft verwandelt, ohne die Vergangenheit vergessen zu machen, sondern auch die Fachwelt wie die Besucherinnen und Besucher in umweltpolitischer wie in städtebaulicher Hinsicht zu überzeugen. Heute laden die Bumerang-Terrassen, thematisch gestaltete Gärten, wie etwa der „Feng shui“- Garten oder die Wasserspiele am Eingang „Nobelstraße“ zum Verweilen ein, bieten großzügige Rasenflächen, Staudenbepflanzungen, farbenreiche Blumenbeete und zahlreiche Kinderspielplätze - Momente des Innehaltens inmitten einer pulsierenden Großstadt mit Industriegeschichte.
Die futuristisch anmutende „Neulandbrücke“ verbindet den Neuland-Park mit der ebenfalls neu gestalteten Rheinpromenade, die heute wieder durchgehend die Stadtteile Wiesdorf und Bürrig bis hin zum Yachthafen in Hitdorf entlang des Flusses erschließt. Auf dem Weg zwischen Wiesdorf und Rheindorf passieren Besucherinnen und Besucher das Mündungsgebiet der Wupper. Hier lagen bis 1992 „Einigkeit“ und „Recht“ und „Freiheit“ – eine Schiffssteganlage mit Aalschokkern. Durch die rührige wie umtriebige Arbeit eines Fördervereins sollen die Schiffe nach erfolgter Restaurierung und Reparatur wieder in die Wuppermündung gebracht werden.
Dieses und weiteres ehrenamtliches Engagement für und um die Landesgartenschau sowie deren unmittelbaren Umgebung macht den Stellenwert des Parks für Stadt und Bewohnerinnen und Bewohner deutlich: Die Leverkusener Bevölkerung wurde frühzeitig eingebunden; der Park sollte so gestaltet werden, dass sie „ihren Frieden mit dem Gelände schließen“ konnten – die „Bürgerallee“ mit 120 gespendeten Eschen und Amberbäumen setzt dafür ein lebendiges Zeichen.
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